Seminare und Workshops

16.03.2017 - Seminar "Keramik im Alltag des Menschen"

Töpferei mit Museum im Kannenofen in Höhr-Grenzhausen

Gemeinsam mit dem FUWA e.V. veranstaltete die DEGUWA im Vorfeld der Tagung "In Poseidons Reich XII" ein archäologisches NAS 3-Seminar zum Thema "Keramik".

Ziel der 20 Teilnehmer war die private "Töpferei mit Museum im Kannenofen" im nur wenige Kilometer von Koblenz entfernten Höhr­-Grenzhausen im Westerwald. 1953 startete die vertriebene schlesische Töpferfamilie Peltner in der "Kannenbäckerstadt" einen Neubeginn. In der traditionellen Töpferregion, die sich im Laufe der Jahrhunderte zu dem wichtigsten Keramikzentrum Deutschlands entwickelt hat, schufen sie eine Kunsttöpferei und trugen eine umfangreiche Sammlung von Keramiken aus acht Jahrhunderten (13.-20. Jh.) zusammen. Der Sohn und studierte Kunsthistoriker Bolko Peltner führt die Familientradition bis heute fort.

Im halbtägigen Seminar erläuterte Herr Peltner engagiert und kurzweilig die kunsthistorische, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Bedeutung der Keramik für das Kannenbäckerland in Vergangenheit und Gegenwart. Es folgten Vorführungen an der Töpferscheibe und in der Dekoration, begleitet mit einer Vielzahl von Anekdoten und Fachinformationen zum Handwerk. Viele Objekte aus der Sammlung wurden vorgestellt, die charakteristisch für die Westerwälder und insbesondere auch schlesisch-bunzlauer Keramiken sind. Letztere zeichnet eine besondere Dekortechnik aus, bei der mit Hilfe von Schwämmchen ein Pfauenaugendekor gestaltet wird, das oftmals mit Engobermalerei ergänzt wird. Ein besonderes Highlight war die Präsentation und umfangreiche Erläuterung zur Funktionsweise des historischen Brennofens in einem der letzten original erhaltenen Brennofengebäude, dem technischen Denkmal Kannenofen.


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