Unterstützung durch den FUWA e.V. 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017

Seit Sommer 2013 unterstützt der FUWA e.V. in Zusammenarbeit mit der Tauchbasis Koblenz die offiziellen archäologischen Arbeiten am venezianischen Wrack Gagliana in der kroatischen Adria.

Die Einsätze im Dienste der Wissenschaft und im Dienste der gemeinsamen europäischen Kultur erfolgen ehrenamtlich und auf eigene Kosten der Sporttaucher. Damit die Gruppe der Sporttaucher das Wissenschaftler-Team kompetent unterstützen kann, bereiten sich die Teilnehmer sorgfältig auf ihren Einsatz vor: Spezialkurse in Unterwasser-Archäologie, Rettungskurse und Taucherfahrung sind einige Eckpunkte, die alle Teilnehmer vorweisen müssen.

2017

Das Gnalić-Projekt ist von ganz besonderer Bedeutung für den FUWA e.V., denn es war der Auslöser zur Gründung unseres Vereins zur Förderung der Unterwasser-Archäologie im Jahr 2013. Seit nunmehr fünf Jahren steht der Sommer für den FUWA e.V. voll im Zeichen dieses historisch besonders wertvollen Wracks. Viele spannende und interessante Tauchgänge sowie unzählige nette Kontakte zu Archäologen aus der ganzen Welt stehen zu Buche. Viele wichtige neue Erkenntnisse konnten bisher mit unserer Unterstützung in Zusammenarbeit mit der Koblenzer Tauchbasis am Wrack gewonnen werden.

Auch bei unserem kleinen fünfjährigen FUWA-Jubiläum stand als erstes die vollständige Einrichtung der Grabungsstelle an. Insgesamt waren 14 Mitglieder und Unterstützer des FUWA e.V. für drei Wochen im ehrenamtlichen Einsatz. Dabei wurden auch neue Bereiche am Wrack freigelegt. Noch birgt das Wrack aber viele weitere Geheimnisse, die es zu erforschen gilt. Wir hoffen, auch nächstes Jahr wieder genügend Sporttaucher für dieses spannende Projekt gewinnen zu können, um die finanzielle, technische und taucherische Unterstützung vor Ort realisieren zu können.

Es gibt viel zu tun:

2016

Auch diese Jahr stand der FUWA e.V. gleich zu Beginn der vierwöchigen Kampagne vor der besonderen Aufgabe: Vollständige Einrichtung der Grabungsstelle am Wrack der Gagliana. Souverän gemeistert konnte anschließend unter Federführung der Universität Zadar die weitere Freilegung in Angriff genommen werden.

Insgesamt wurden rund 500 Tauchgänge absolviert, davon 300 durch uns. Wie in den Jahren zuvor haben die angereisten Teilnehmer durch den gezahlten Reisepreis einen Großteil der Grabungskosten getragen. Daneben hat der FUWA e.V. einen Teil der weiteren Kosten (teilweise Schiff, Transportkosten) übernommen. Durch die Reiseorganisation und Zusammenarbeit mit Die Tauchbasis konnte elementar wichtiges Equipment (u.a. Kompressor, Grid, Pumpen, Schläuche, Transportkörbe, Tauchausrüstungen) zur Verfügung gestellt werden. Erstmals kam auch das neue Boot der Tauchbasis zum Einsatz.

Im gemeinsamen Einsatz:

2015

Nach knapp einer Woche hatte es der FUWA e.V. geschafft: Die Grabungsstelle am Wrack war komplett eingerichtet und das erste Ziel der Feldkampagne - Suche und Freilegung des Hecks - konnte in Angriff genommen werden. Unerwartet haben wir den Übergang vom Kiel zum Heck schon nach wenigen Tauchtagen gefunden, so dass ein wesentlicher Schritt zur Rekonstruktion des Schiffskörpers durch uns getan wurde.

Unter Federführung der Universität Zadar wurden innerhalb unseres zweiwöchigen ehrenamtlichen Einsatzes insgesamt rund 210 Tauchgänge absolviert, davon 160 durch uns. Zusätzlich hat der FUWA e.V. Unkosten für Schiff, Flaschenfüllungen etc. übernommen. Zudem stellt der FUWA e.V. in Zusammenarbeit mit Die Tauchbasis für die gesamte Feldarbeit bis Mitte Oktober umfangreiches technisches Equipment (u.a. Kompressor, Tauchflaschen, Atemregler, Saugpumpe) zur Verfügung.

Der FUWA e.V. in Aktion:

2014

Vier Wochen lang waren im Sommer 2014 insgesamt 14 FUWA-Mitglieder und Sporttaucher im ehrenamtlichen Taucheinsatz am Wrack Gagliana. Unter Federführung der Universität Zadar wurden insgesamt rund 800 Tauchgänge absolviert, davon 350 durch uns. Zusätzlich übernahm der FUWA e.V. Unkosten für Schiff, Flaschenfüllungen etc. und stellte für die gesamte Feldarbeit umfangreiches technisches Equipment zur Verfügung.

Ziel der Kampagne war die weitere Freilegung des Schiffskörpers, um vor allem mehr über die Ladung und die Konstruktion dieses über 400 Jahre alten venezianisches Handelsschiffes zu erfahren. Größter Erfolg dieser Kampagne war der Fund des Kiels, womit endlich der noch vorhandene Holzkörper hinsichtlich seiner genauen räumlichen Position in der Schiffskonstruktion bestimmt werden kann.

Ein Arbeitstag in Bildern festgehalten:

2013

Im Sommer 2013 hat ein Team von Sporttauchern aus Deutschland über 6 Wochen die Arbeit der Wissenschaftler vor Ort unterstützt. Unter Federführung der Universität Zadar wurden im Zeitraum insgesamt 1.200 Tauchgänge am Wrack absolviert, davon rund 500 Tauchgänge durch 24 FUWA-Mitglieder und weitere deutsche Sporttaucher. Zusätzlich wurden durch Die Tauchbasis und den FUWA e.V. technische Gerätschaften (u.a. Saugpumpen und -rohre, Stromaggregat, Hebesäcke, Tauchflaschen) zur Verfügung gestellt sowie Unkosten für Schiff, Flaschenfüllungen etc. übernommen.

Anregend - Fotoimpressionen von der Ausgrabung:

Ausblick

Der FUWA e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, weitere Fördergelder für das Projekt Gnalić in Kroatien zu sammeln und zukünftig neue weitere Projekte in der Unterwasser-Archäologie zu unterstützen. Momentan wird durch die Universität Zadar ein Antrag auf Projektverlängerung um drei Jahre zur Einreichung beim zuständigen kroatischen Ministerium vorbereitet.