Das kulturhistorische Erbe in der Bucht von Kastela

Erforschung und Bewahrung vor Zerstörung

Die Bucht von Kastela an der kroatischen Adria zwischen Trogir und Split wird seit prähistorischen Zeiten vom Menschen besiedelt. Viele Epochen haben kulturell wertvolle Spuren hinterlassen, die jedoch durch die Industrialisierung und verstärkte Nutzung der Küste seit dem 20. Jahrhundert immer mehr zerstört werden. Obwohl schon Ende des 19. Jahrhunderts erste archäologische Funde unter Wasser Experten begeisterten und eine Bergung von römischen Sarkophagen durchgeführt wurde, ist bis heute das kulturelle Erbe in der Bucht nur wenig bekannt. Reste von Hafenanlagen aus hellenistischer und römischer Zeit zeugen von einem wichtigen Handelsplatz. Ein römisches Wrack und spanische Amphoren belegen einen intensiven Austausch über das gesamte Mittelmeer.

Die Universität Zadar unter Leitung von Dr. Irena Radic Rossi hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Erbe in der Bucht unter Wasser systematisch zu erforschen und zu bewahren. Im April und Mai 2015 unterstützt der FUWA e.V. u.a. durch Bereitstellung eines Kompressors, von Saugpumpen, Tauchausrüstungen und weiterem Equipment die diesjährige vierwöchige Grabungskampagne.